Lärm in der Eifel

Eine lebenswerte Umwelt zu erhalten ist eines der Kernthemen von Bündnis 90/DIE GRÜNEN. Martin Schmitt, der Direktkandidat von Bündnis 90/DIE GRÜNEN zur Bundestagswahl 2017 in den Landkreisen Ahrweiler und Mayen-Koblenz, hatte am vergangenen Sonntag aus diesem Grund zum Themen-Gespräch „Lärm in der Eifel“ nach Boos geladen. Auch die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner informierte sich bei dieser Gelegenheit über Lärm in der Eifel. „Lärm kann nicht nur Herzprobleme und Depressionen verursachen, sondern man muss auch die sozialen Aspekte berücksichtigen, wenn z.B. eine Wohngegend wegen der Lärmbelastung weniger lebenswert erscheint“, gab Tabea Rößner zu bedenken. Schnell waren sich die Teilnehmer einig, dass Lärm kein reines Großstadtproblem ist. Besonders an schönen Tagen und an den Wochenenden dröhnen lautstarke Motorräder über die kurvenreichen Strecken. Hinzu kommt, dass die Gegend um den Nürburgring auch ein Magnet für Rennbegeisterte ist. Leider werden nicht nur auf der Rennstrecke schnelle Kurven gedreht, sondern der Kick und das Feeling wird mit auf die normale Straße genommen. An besonders beliebten Strecken fehlt somit die Möglichkeit zur Entspannung und Ruhe nach einer stressigen Arbeitswoche.

Hochdrehende Autos und Motorräder machen aber nicht nur unnötigen Lärm, sondern die Geschwindigkeit der Rennstrecke ist für die Straße unangepasst und lebensgefährlich. Teilnehmer der Veranstaltung berichten gar von Testfahrern, die mit ihren als Erlkönig bekannten Testfahrzeugen Neuentwicklungen der Automobilindustrie auf den Landstraßen der Eifel testen. Konkret wurde von Höchstgeschwindigkeitsfahrten berichtet, bei denen das Limit der Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr getestet wird, oder Fahrten in engen Schlangenlinien über die gesamte Straßenreite. Dabei bleibt es nicht aus, dass immer wieder die Grenzen überschritten werden und die Erlkönige im Straßengraben oder auf der Kuhweide zum Stehen kommen. Folge waren in der Vergangenheit bereits Unfälle mit tödlichem Ausgang.

Dabei stellt sich die Frage nach der Ursache. Martin Schmitt resümierte: „Beide Probleme dürften entschärft sein, wenn geltende Vorschriften und Geschwindigkeitsbeschränkungen eingehalten werden.“ Denn bestehende Gesetze sehen Grenzen und Ahndungsmöglichkeiten vor. Möglicherweise fehlt es aber an einer effektiven Durchsetzung. Führt gar die Polizei nicht genug Kontrollen durch?

Bündnis 90/DIE GRÜNEN werden das Problem in der Region angehen. Bevor nach Möglichkeiten einer effektiven Abhilfe gesucht wird, sollen aber zunächst belastbare Fakten und möglichst genaue Daten zu den Themen Lärmbelästigung, Geschwindigkeitsüberschreitungen und Testfahrten gesammelt werden. „Wir laden die Bürgerinnen und Bürger daher herzlich dazu ein, uns ihre Erfahrungen Rund um das Thema „Lärm in der Eifel“ mitzuteilen und mit Ideen an der Lösung mitzuwirken“, rief Martin Schmitt auf.

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