Klimawandel jetzt stoppen!

Hanna Hoffmann vom UN Klimasekretariat hielt auf Einladung der Grünen Vortrag in Sinzig

„Die Wissenschaft ist sich einig: Der Klimawandel findet statt und er ist vom Menschen gemacht.“ Mit dieser Aussage eröffnete Frau Hanna Hoffmann vom Klimasekretariat der Vereinten Nationen in Bonn Ihren Vortrag im Pfarrheim St. Peter in Sinzig zum aktuellen Stand des Klimawandels und zu der internationalen Klimapolitik. Hanna Hoffmann war auf Einladung der Grünen nach Sinzig gekommen. Co2 als sehr potentes Klimagas hat einen Wert von 400ppm (Parts per Mio.) erreicht und damit aus Sicht der Wissenschaft die kritische Grenze deutlich überschritten. Ohne Veränderung unseres Verhaltens führt dies bis zur Jahrhundertwende zu einem Temperaturanstieg von ca. 5 Grad Celsius. Das ist weit mehr, als wir es in den vergangenen 800 Tausend Jahren je gesehen haben und findet in einer Geschwindigkeit statt, die es weder Pflanzen noch Tierwelt ermöglicht, sich anzupassen. Damit, so Hanna Hoffmann, ist unsere Lebensgrundlage akut bedroht. Hoffnung macht Ihr, dass auch nach dem Austritt der USA aus der internationalen Klimakonferenz, 185 Staaten an der Konkretisierung Ihrer Maßnahmen zur Einhaltung des 2 Grad Zieles arbeiten. Jeder dieser Staaten erarbeitet einen konkreten Maßnahmenplan. Hoffmann zeigte jedoch auf, dass zu diesen internationalen und nationalen Aktivitäten lokale Maßnahmen und persönliche Verhaltensveränderungen unbedingt erforderlich sind, um den Ressourcenverbrauch unter die kritische Marke zu senken.

Im Rahmen einer sehr kritischen und lebhaften Diskussion mit den Zuhörern wurde diskutiert, was denn vor Ort getan werden könnte und was sinnvolle persönliche Verhaltensänderungen sein könnten. Kommunikation wurde von allen Diskussionsteilnehmern als Schlüsselelement gesehen. Die Beispiele von Greta Thunberg und dem YouTuber Rezo zeigen aktuell, welche Macht die sozialen Medien erzeugen können. Vegetarische Nahrung, oder zumindest einen deutlich reduzierten Fleischkonsum, sowie regionale jahreszeitliche Lebensmittel, wurde von Hanna Hoffmann, als extrem klimaentlastende Beispiele genannt. Billigflüge zu meiden und der Kauf von CO2 Ausgleichsmaßnahmen als weitere Beispiele angeführt. Mit Solarenergie, Ausbau der Bahn, Geschwindigkeitsbegrenzungen und einer Vielzahl weiterer Beispiele wurde in der Diskussion von Hoffmann und verschiedenen Teilnehmern aufgezeigt, wo Potentiale für einen Wandel liegen. Hoffmann wies dabei darauf hin, dass bei Anerkennung der begrenzten Ressourcen unseres Planeten ein unbegrenztes Wachstum unmöglich ist, und dass dies in letzter Konsequenz zu einer Veränderung unseres heutigen Wirtschaftssystems führen muss. Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Herr Rehmann von den Sinziger Grünen Frau Hoffmann für Ihren Vortrag und den Anwesenden für Ihre Interesse und die vielen Beiträge im Rahmen der Diskussion. Die Grüne Vortragsreihe zu Umweltthemen wird nach der Sommerpause ab September fortgeführt.

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