Nutzung bereits versiegelter Flächen für die Energiegewinnung

Die Energiewende ist das Herzstück des Klimaschutzes. Dazu müssen wir in unserem sonnigen Rheinland-Pfalz die solare Energieerzeugung deutlich ausbauen. Bei Neubauten und neuen Parkplätzen setzen wir daher auf eine Pflicht für Photovoltaik-Anlagen. Ebenso soll bei umfangreichen Modernisierungen von Gebäuden der Einsatz von Solarenergie vorgeschrieben werden, wenn keine dringenden Gründe dagegensprechen. Mit zusätzlicher Agro-Photovoltaik lässt sich die Energiewende sinnvoll mit der Landwirtschaft verbinden: Auf Agro-PV-Flächen wird einerseits Solarstrom erzeugt und andererseits können sie weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Die Agro-PV-Anlagen schützen zudem die darunter angebauten Kulturen vor Witterungsschäden.
Kommunen müssen sich heute immer wieder für Investitionen rechtfertigen. Wir werden Klimaschutz als Pflichtaufgabe der kommunalen Selbstverwaltung verankern, damit die Kommunen in unsere Zukunft investieren können.

Anfrage eines Bürgers: „Wir brauchen keine allgemeine Pflicht zu Photovoltaik für Bauherrn, denn die PV wird ihren Weg auch ohne eine solche machen.“
Unsere GRÜNE Antwort: „Unseres Erachtens braucht es für die Nutzung öffentlicher Flächen einen Plan, der die Kombination mit erneuerbarer Energien verbindlich macht. Dies sollte kein Ausschlusskriterium sein. Ist die Gewinnung EE aus nachvollziehbaren Gründen nicht möglich, sollten Ausgleichsmaßnahmen für den ökologischen Fußabdruck wie das Pflanzen von Bäumen oder ähnliches erfolgen. Warum nicht den Parkplatz vor einem Einkaufszentrum doppelt bewirtschaften? Schattenspendende Carportüberdachung mit Photovoltaik, für die Nachtstunden können Anwohner einen Stellplatz mieten und und ihr E-Auto aufladen.“

Stoppt den Flächenfraß – Erhalt unserer Kulturlandschaft und unserer wertvollen Ackerböden

Umfrage des Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau :„Die Nutzungskonkurrenz landwirtschaftlich genutzter Flächen durch Industriefläche, Wohnbebauung, Straßenbau und neuerdings auch Freiflächenphotovoltaik hat für etliche landwirtschaftliche Betriebe im Kreis Ahrweiler ein existenzbedrohendes Ausmaß angenommen. Wie kann die Landwirtschaft hier gegensteuern?“
Unsere GRÜNE Antwort: „Mit großer Besorgnis stellen wir fest, dass der Ausverkauf von landwirtschaftlichen Flächen immer mehr zunimmt. Wertvolle Flächen wie auf der Grafschaft werden geopfert für Gewerbe-, Wohngebiete und den Straßenbau. Der Druck auf die Landwirte wird immer größer, die Bodenpreise nehmen erschreckende Dimensionen an. Daher möchten wir klare Regeln auf Landesebene, die den Flächenverbrauch auf ein Minimum reduzieren. PV-Freiflächenanlagen dürfen, wenn überhaupt, nur auf Konversionsflächen gebaut werden mit entsprechend schlechter Bodenqualität. Letztlich macht der gesamten Landwirtschaft auch der Klimawandel erhebliche Probleme und es bedarf Konzepte, die gerade auch den Verbrauch von Wasser und Boden im Blick haben.“

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