Martin Schmitt

Martin Schmitt, Direktkandiat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Wahlkreis 198

Geboren im Januar 1964 in Mayen
verheiratet, 3 Kinder
wohnhaft in Monreal
Schulabschluss: Mittlere Reife
ausgeblideter Garten- und Landschaftsbauer
ausgebildeter Ergotherapeut
seit 1993 als Ergotherapeut in eigener Praxis selbstständig tätig

Meine Ziele und Themen

  • Grüne, gesunde, nachhaltige und demokratische Wirtschaftspolitik
    Durch meine langjährige Selbstständigkeit im Gesundheitswesen kenne ich die wichtigen Stellschrauben, an denen wir drehen müssen, um den KMU eine sozialverträgliche ökologische Betriebsführung zu ermöglichen.
  • Pflegeentlastung durch Pflegevermeidung
    Mit einer eigenständigen Diagnostik und Therapieplanung arbeiten die Therapeut*innen (Heilmittelerbringer) gemeinsam mit den Patient*innen daran, deren Funktionen und Fähigkeiten für Aktivitäten des täglichen Lebens zu erhalten und zu verbessern sowie Autonomie und Lebensqualität herzustellen.
    Anders ausgedrückt: da, wo wir arbeiten, wird Pflegebedürftigkeit zeitlich nach hinten geschoben oder ganz vermieden!
    Berufspolitisch ist die nächste Legislaturperiode entscheidend, denn dann werden die von Bundesgesundheitsminister Spahn auf den Sankt Nimmerleinstag verschobenen Gesetze neu verhandelt. Hier will ich mich einbringen für ein Mehr an aktiver Teilhabe aller.
  • Bessere Präventionspolitik: Pflegebedürftigkeit vermeiden
    Ich mache mich dafür stark, dass geriatrisch vorgebildetes Fachpersonal bei älteren Menschen regelmäßig Hausbesuche macht, um präventiv zu helfen, aktiv am Leben teilzunehmen und so lange wie möglich selbstständig zu bleiben. Das erreicht man durch frühzeitiges einschalten von Hilfemöglichkeiten (Physiotherapie, Ergotherapie, etc.).
    Hierzu habe ich eine eigene Konzeption entworfen, die es ermöglicht, dass Senior*innen und Menschen mit Handicap länger selbständig bleiben. Siehe dazu auch das Projekt LÄNGER DAHEIM
  • Heilmittelerbringer stärken, europäisches Niveau herstellen
    Mir ist wichtig, dass die Heilmittelerbringer*innen (Ernährungstherapie, Physio- und Ergotherapie, Podologie und Logopädie) genutzt werden, weil sie zu besserer Gesundheit und größerem Wohlgefühl der Menschen beitragen. Dazu brauchen die Menschen einen direkten Zugang zu den Berufsgruppen, der von den Kassen bezahlt wird, statt immer den Weg über die Ärzte nehmen zu müssen.
    Ich setze mich auch dafür ein, dass wie europa- und weltweit auch in Deutschland diese Berufe als Studienberufe ausgebildet und anerkannt – und entsprechend bezahlt werden.
    Außerdem fordere ich und setze mich dafür ein, dass genügend ausgebildet wird. Das Ausbildungsgeld muss flächendeckend abgeschafft werden. Wir brauchen endlich eine ausreichende akademische Verankerung, denn diese Berufe sind Mangelberufe.
    Es muss mehr getan werden, um Menschen mit erworbenen Behinderungen wieder in die Arbeitswelt und das alltägliche Leben zu integrieren.
  • Klimaschutz trifft Wirtschaft
    Ich möchte die erneuerbare Energien und den Klimaschutz so vorantreiben, dass wir das Pariser Abkommen mit einer Begrenzung auf 1,5 Grad Erderwärmung einhalten können. Beruflich sind viele Entscheidungen anfangs nur mit viel Überzeugung möglich gewesen, das Klimaschutz in unserer Praxis mit wirtschaftlichen Notwendigkeiten einhergeht. Wir haben oft mit höheren Kosten energieeffiziente Investitionen gemacht, die sich nachher aber auch wirtschaftlich trugen. Ärgerlich ist es leider dann, wenn staatliche Förderung zum Beispiel für Elektromobile, nur neuere Fahrzeuge begünstigt haben, die alten Fahrzeuge sind dann leer ausgegangen. Dies ist aber auch ein Beispiel für verfehlte Anreize. Das können wir GRÜNE besser!
    Dabei sind mir lokale Energieinitiativen, wie zum Beispiel Energiegenossenschaften sehr wichtig, weil sie die Menschen vor Ort ansprechen und bgeistern. Dort werden die Interessen aus der Region für die Region umgesetzt. Der Strom- und Energiemarkt braucht endlich Strukturen die die kleinen Anbieter mitnehmen, denn sie sind es, die eine Akzeptanz in der Bevölkerung herstellen. AUnd nicht zuletzt können wir durch lokale Wertschöpfung und Autarkie im europäischen Energiemarkt militärische Konflikte um Öl und Ressourcen verhindern.
  • Europa stärken
    Für mich ist Europa mehr als offene Grenzen. Es ist ein Schritt in Richtung auf ein internationales, weltweites Parlament mit entsprechenden Befugnissen, wo sich Friedenskräfte vernetzen können und Demokratie von unten gelebt werden könnte. Obwohl der europäische Wirtschaftsraum stark ist, erleben wir eine große Abhängigkeit von globalen Giganten. Dagegen muss die Zivilgesellschaft als Souverän eine Gegenkraft aufbauen.

    Konkret: Der Bäcker nebenan kann nicht seine Steuern ins Ausland auslagern wie die größeren Konzerne. Ich will Steuerschlupflöcher schließen und die lokalen Akteure stärken.
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