Klare Kennzeichnung von Radwegen

Frage der ADFC-Ortsgruppe Bad Neuenahr-Ahrweiler: „Wie wollen Sie Ihren Wahlkreis fahrradfreundlicher gestalten?“
Unsere GRÜNE Antwort: Durch fahrradfreundliche Kommunen fahren Arbeitnehmer*innen, Bürger*innen und Freizeitradler*innen regelmäßig und gerne. Um für gleichwertige Verhältnisse in Stadt und Land zu sorgen muss auch im ländlichen Raum die Attraktivität des Radverkehrs durch neue Radwege verbessert werden. Wir GRÜNEN in den Gemeinde- und Stadträten und im Kreistag Ahrweiler wollen deshalb das Tempo beim Um-, Aus- und Neubau von Radwegen mindestens verdoppeln. Bis sich die Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr, die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Grafschaft jeweils „fahrradfreundliche Kommune“ nennen können, sind noch eine Vielzahl von Radwegestrecken zu gestalten und gut auszuschildern. Dazu gehört auch, das Radfahren sicherer zu machen und den Winterdienst deutlich zu verbessern.

Radfahrer*innen als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer

Frage der ADFC-Ortsgruppe Bad Neuenahr-Ahrweiler: „Wir machen den Straßenverkehr noch sicherer, klimafreundlicher und gerechter“ – Kernaussage zur letzten Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung zur Sicherheit der Radfahrer (Verkehrsminister Scheuer).
Worin wird Ihr Engagement liegen, dass die Novelle endlich Gesetz wird?“
Unsere GRÜNE Antwort: Radfahren wird durch die Novelle der Straßenverkehrsordnung etwas sicherer. Aber den Platz auf den Straßen neu zu verteilen und Radfahren genauso angenehm zu machen wie Autofahren, davon ist Deutschland noch weit entfernt. Vor Ort kann es nur heißen, sich weiterhin jede Verkehrssituation aus der Sicht der*s Nicht-Autofahrerin*s genauer anzusehen:

  • Fahrradwege, die im nichts enden
  • Stellen, die regelmäßig für einen kurzen Einkauf beparkt werden, auf Radwegen (da nützt auch ein Bußgeld nichts) oder den Straßenraum einengend
  • Parkmöglichkeiten abschaffen in Einbahnstraßen links, die für Radfahrer*innen in Gegenrichtung freigegeben sind und eine deutliche Kennzeichnung für in Gegenrichtung befahrbare Einbahnstraßen
  • Wartezone auf der Straße vor Ampeln für den Radverkehr vor der Autohaltelinie (in Kombination mit Rechtsabbiegerpfeil für Radfahrer*innen)
  • mit Parkzonen und Verkehrsinseln die Fahrgeschwindigkeit von Autos auszubremsen ist ein guter Ansatz, verleitet genervte Autofahrer*innen aber zum Überholen mit Null Abstand
  • durch einen Straßenverlauf links versetzt auf der anderen Seite der Kreuzung werden Radfahrer*innen ungewollt geschnitten
  • Radwege auf Bürgersteigen oder Einfahrten mit Bürgersteigkante kann man mit dem Rad von der Straße aus nicht erreichen
  • Kreisverkehre mit Radwegen müssen der*m Radfahrer*in die gleichen Vorfahrrechte wie der*m Autofahrer*in einräumen
  • Deutlich mehr Öffentlichkeitsarbeit zu den Rechten von Radfahrer*innen und für ein gleichberechtigtes Miteinander Fußgänger/Rad/KFZ.
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