Bezahlbaren Wohnraum schaffen

Frage des DGB Kreisverband Ahrweiler/Region Koblenz: „Wohnen ist ein Menschenrecht und ein Maßstab für soziale Gerechtigkeit. Die Versorgung mit Wohnraum ist damit eine öffentliche Aufgabe. Die Mieten steigen und es wird zunehmend schwieriger für Menschen mit geringem Einkommen, Wohnraum zu finden, den sie bezahlen können.
Was wollen Sie tun, damit in Ihrem Wahlkreis mehr sozialer Wohnungsbau entsteht?“
Unsere GRÜNE Antwort: Es ist eine unserer zentralen politischen Aufgaben, bezahlbaren, barrierefreien und energieeffizienten Wohnraum zu schaffen und zu erhalten. Die klassische Angebotspolitik einer Baulandausweisung auf der grünen Wiese reicht nicht mehr aus, eine angemessene Versorgung mit Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen sicherzustellen. Die andauernde Steigerung der Bodenpreise, aber auch nicht beliebig vermehrbare Flächen erfordern die Weiterentwicklung kommunaler Wohnungspolitik, die auch das Wohnen im Bestand in den Blick nimmt, alternative Wohnformen berücksichtigt und nachhaltige, flächensparende und flächeneffiziente Bauweisen fördert. Um Baukosten zu senken und flächensparendes Bauen zu unterstützen, sollten Projekte zum gemeinschaftlichen Bauen („Baugruppen“/ „Wohncluster“ mit gemeinschaftlich genutzten Räumen) bezuschusst werden. Erfolgreich gegen Mietwucher wirken Mietpreis- und Kappungsgrenzen wie in Mainz, Trier, Landau und Speyer. Städtische Grundstücke als öffentliches Gut sollten nur noch über Erbpacht vergeben werden.

Dach- und Fassadenbegrünung fördern – Grün statt Schotter

Aus unserem GRÜNEN Wahlprogramm: Wir möchten lebenswerte Innenstädte und Dorfkerne gestalten, indem wir die vorhandenen grünen und blauen Oasen aufwerten und um viele weitere naturnahe Begrünungen von Vorgärten, Fassaden und Dachflächen oder naturnahe Wasserflächen erweitern. Zusätzlich werden wir die Installation von Nisthilfen für unsere Vögel und Insekten an allen öffentlichen Gebäuden prüfen. So bieten wir vielfältigen Tieren und Pflanzen Lebensraum in unseren Dörfern und Städten. Bei Neubauten wollen wir naturfeindliche Schottergärten untersagen und die Entsiegelung ungenutzter Parkplätze unterstützen. Wir möchten den Kühleffekt von innerörtlichen Gewässern und öffentlichen Brunnen besser nutzen und diese zu naturnahen Wohlfühlorten weiterentwickeln. In den neugeschaffenen Wasser- und Grünflächen werden neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen, die gleichzeitig die Innenstädte kühlen und das Stadtbild positiv verändern. Wir wollen unsere Städte und Dörfer zu Schwammstädten machen, damit sie Niederschläge besser zurückhalten für die Bewässerung von Stadt und Dorfgrün. Deshalb wollen wir Kommunen bei der Erarbeitung von Entsiegelungskatastern unterstützen.

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