Ortsumgehung Lohrsdorf

Es ist schon haarsträubend, dass die SPD uns Grünen vorwirft, mit Nebelkerzen zu werfen. Für die SPD muss niemand mit Nebelkerzen werfen. Es hat den Anschein, dass die Kollegen von der SPD die Unterlagen der Stadtverwaltung nicht richtig durchlesen. Denn hätten Sie das getan, hätten sie diesen Artikel so nie geschrieben.
 Wer A sagt muss auch B sagen und sich dann nicht später mit den Worten: „Man hätte davon nichts gewusst“ aus der Verantwortung ziehen.

Laut SPD ist die Anbindung der A61 an die A3 seit Jahrzehnten tot. So dachten wohl auch viele der Lohrsdorfer. Warum wünscht die SPD dann aber ohne Not die Anbindung? In der Vorlage steht jedenfalls bereits im ersten Punkt: „Die verkehrstechnisch wünschenswerte direkte Anbindung der A61 und des Ahrtals an die Rheinschiene und perspektivisch an die A3 jenseits des Rheins berührt das Ahrmündungstal mit hervorragender landschaftsökologischer Bedeutung.“ Zitat Ende. 
Eindeutiger geht es nicht mehr! Und somit steht für uns Grüne fest: hier geht es nicht um eine Entlastung der Lohrsdorfer Bürger, sondern um einen neuen gewollten Verkehrsknotenpunkt mitten im Ahrtal der mehr Verkehr, Lärm und Verschmutzung bringt. Dem kann man nicht zustimmen!

christoph scheuer

Christoph Scheuer zum Kommentar der SPD zum Lückenschluss B266

Die Fraktion der Freien Wähler hat in ihren Äußerungen geschildert: „Ob eine Brücke über den Rhein oder ein Tunnel darunter“, sie würden beides begrüßen. Auch dadurch sieht man, dass die Idee des Anschlusses an die A3 niemals tot war.
 Die SPD möchte nun den Lohrsdorfer Bürgern erklären, dass eine vierspurige Umgehungsstraße direkt am Dorfrand, mit dem zusätzlichen Verkehr der A3 und A61 eine Verbesserung ihrer schlechten Lage ist. Dies wird keine zweispurige Landstraße, dies soll eine Straße mit Autobahncharakter werden.
Jeder sollte wissen, dass Brückentechnik dazu führt, dass der Verkehr seinen Lärm noch weiter durchs Tal verbreitern kann und wird. So sind auch die Lohrsdorfer, Ehlinger, Greener und Heimersheimer Bürger betroffen. Durch eine Erhöhung der Lärmintensität wird an Lebensqualität verloren und die Gesundheit wird leiden. Offenbar sieht die SPD das als Gewinn an! Wir von Bündnis 90 Die Grünen nicht! So könnte es auch dazu kommen, das der angebaute Wein vielleicht zwei neue Geschmacksrichtungen bekommt: Diesel oder Super bleifrei.

Es fehlen schon jetzt jährlich Millionen Euro um Straßen und Brücken in Stand zu halten. Jetzt sollen noch mehr Millionen vergraben werden. Dieses Geld sollte besser verwendet werden um den öffentlichen Personennahverkehr auszubauen um somit Individualverkehr zu reduzieren und damit die Belastung der BürgerInnen zu vermindern. 
Somit, liebe Ratskollegen von der SPD: kehrt erst mal vor der eigenen Tür, bevor Ihr mit dem Finger auf andere zeigt.

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