Elektroautokorso

Die Bürgerenergiegenossenschaft „Neue Energie Bendorf eG“ hatte zu einem Elektro-Autokorso eingeladen. So trafen sich am vergangenen Sonntag ca. 30 Fahrer von E-Autos und interessierte Bürgerinnen und Bürger in Mayen am Parkplatz der Museumseinrichtung „Terra Vulcania“.

Eingeladen hatte die Energiegenossenschaft alle politischen Parteien des Kreistages, erschienen waren die grünen Bundestagsabgeordnete, Tabea Rößner und der Mayener Oberbürgermeister, Wolfgang Treis, sowie Bundestagsdirektkandidat Martin Schmitt. Tabea Rößner nutzte die Gelegenheit, ihren Beitritt zur Bürgerenergiegenossenschaft „Neue Energie Bendorf eG“ zu erklären und damit das Engagement für erneuerbare Energien in Bürgerhand zu unterstützen. Die wichtigsten „Akteure“ der Veranstaltung waren jedoch die insgesamt 14 E-Autos, die für den Autokorso zusammengekommen waren, darunter ein 17 (!) Jahre alter Peugeot 106 mit Elektroantrieb, dessen Besitzer eigens aus Sinzig angereist waren. Ein Beweis dafür, dass Elektromobilität nicht erst seit gestern und auch auf Dauer funktioniert! Außerdem mit von der Partie waren ein Tesla (Modell X), der natürlich besonders bestaunt wurde, zahlreiche Renault Zoe, ein Hyundai, ein Nissan Leaf und einen VW up.

Vor dem Start in Richtung Mülheim-Kärlich wurden in lockerer Runde die Vorzüge der Elektromobilität – nämlich die Verringerung der Lärm- und Schadstoffbelastung – besprochen, aber ebenso die Probleme in Deutschland beklagt. „Nicht zuletzt aufgrund der mangelnden Unterstützung durch die Politik sind uns andere Länder wie Norwegen oder Niederlande in der Umsetzung der umweltfreundlichen Mobilität leider bereits weit voraus“, so Martin Schmitt. „Vor allem fehlt es in Deutschland an einer flächendeckenden Lade-Infrastruktur“. In diesem Zusammenhang wies Frank Simonis auf das neueste Projekt der „Neuen Energie Bendorf“ hin, das auch für Kommunen interessant ist: „Die „Neue Energie Bendorf eG“ hat ein Contracting-Angebot für E-Ladesäulen zu wirtschaftlichen Konditionen erarbeitet. Wenn zahlreiche Kommunen im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes des Landkreises von diesem Angebot Gebrauch machen, wird eine zunehmend wichtiger werdende Infrastruktur für die E-Mobilität der hier lebenden Menschen aber auch für die vielen Touristen geschaffen. Zudem wäre dies – ganz im Sinne der „Neuen Energie Bendorf eG“ – wieder ein Beispiel für „Bürgerenergie aus Bürgerhand“.

Nach diesem optimistischen Blick in die Zukunft setzte sich der E-Autokorso in Bewegung und rollte leise surrend in Richtung AKW-Mülheim-Kärlich. Dort angekommen, stieg so mancher Teilnehmer, der vorher noch nicht die Gelegenheit hatte, mit einem E-Auto zu fahren, mit glänzenden Augen aus dem Fahrzeug.

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