Die aktuelle Bundesregierung plant mit einem neuen Gesetz („Netzpaket“) einen Frontalangriff auf die jahrelang erfolgreiche Energiewende. Dieses Gesetz gefährdet massiv alle Investitionspläne in Erneuerbare Energien, stellt diese gegenüber fossilen Stromerzeugern schlechter und stoppt vorhandene Ausbaupläne. Um diese Entwicklung aufzuhalten, unterstützen die GRÜNEN im Kreis Ahrweiler die bundesweite Kampagne zur Verteidigung der Erneuerbaren Energien und rufen zur Teilnahme an der Demonstration am 18.04. ab 12 Uhr am Heumarkt in Köln auf.
Unter jeder Regierung mit Beteiligung der GRÜNEN wurde der Ausbau der Erneuerbaren Energien vorangetrieben. Klare Priorisierung und stabile Rahmenbedingungen sorgten für einen massiven Zubau in allen Bereichen. Motiviert war das durch den Klimaschutz ebenso wie durch eine Steigerung der Energiesicherheit und der Unabhängigkeit von Diktaturen und Autokraten.
Jetzt startet Katherina Reiche (CDU) einen erneuten Versuch, eine der größten Erfolgsgeschichten der Energiewende abzuwürgen: Sie torpediert den verlässlichen Netzanschluss und will den Einspeisevorrang abschaffen. Damit würde sie kalkulierbare Investitionen von Privatpersonen, Firmen und Genossenschaften verhindern. Profitieren würde vor allem die Gas- und Öl-Branche.
Mit dem geplanten Gesetz bliebe Deutschland weiter in der Abhängigkeit von fossilen Energieimporten – ob aus Russland, den USA oder dem Nahen Osten. In Anbetracht der aktuellen geopolitischen Konflikte stellt das auch ein enormes Risiko für die heimische Wirtschaft und Privathaushalte dar.
Zudem würden mit diesem Gesetz Arbeitsplätze in einer der dynamischsten Branchen des Landes vernichtet. Deutschland verspielt damit seine Chance auf eine regionale und nachhaltige Stromerzeugung.
Auch im Kreis Ahrweiler ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien dringend erforderlich, zumal der Strombedarf aufgrund der Wärmepumpen und E-Autos steigt. Das unterstreicht der Controlling-Bericht für das Klimaschutzkonzept des Kreises Ahrweiler aus dem September 2024. Er macht deutlich, dass der Kreis sein erklärtes Ziel – den Stromverbrauch bis 2030 bilanziell aus erneuerbaren Energien zu decken – nur mit einem weiteren, kontinuierlichen Zuwachs an Photovoltaik und Windenergie erreichen kann.
„Wir GRÜNE setzen uns nach wie vor für einen klimafreundlich und preiswert vor Ort erzeugten Strom ein. Wir möchten es Firmen, Privatpersonen und Genossenschaften weiter ermöglichen, durch die regionale Erzeugung von Strom an einer in jeder Hinsicht positiven Entwicklung teilzuhaben. Daher werden wir uns an der Demonstration am 18.04. in Köln beteiligen und rufen alle Menschen auf, dies ebenfalls zu tun“, so der Vorstand der GRÜNEN im Kreis Ahrweiler.
Mehr Infos zur Demo: https://erneuerbare-energien-verteidigen.de/koeln/
