Flutbedingte Wiederherstellungen wichtiger Verbindungsstraßen der Kreisstadt – Die Sebastianstraße im Fokus Bad Neuenahr-Ahrweiler

In der letzten Stadtratssitzung im September wurde über die Vorplanung zu den Baumaßnahmen einer neu gestalteten Sebastianstraße beraten und beschlossen. Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt, dass es auf dieser wichtigen Verbindungsstrecke zwischen Bad Neuenahr und Ahrweiler nun endlich losgeht.

So sieht es zur Zeit aus:
– Die Schlaglöcher in beiden Richtungen lassen die Straße mit Rad und E-Scooter fast nur in der Mitte befahren,
– die KiTa- und Schulwegsituation mit der Querung Hemmesser-/Sebastianstraße ist ebenfalls gefährlich,
– die Kurve vor dem Haus Nr. 56 wird vom motorisierten Verkehr gefährlich für Radfahrende und auch zu Fuß Gehende geschnitten,
– die Querungshilfe vor der Hemmesser Kapelle wird von PKW-Fahrenden ignoriert, das gefährdet alle vulnerablen Fußgängergruppen wie Schulkinder, Familien und Rollatorschiebende,
– an der Ringener Straße setzt sich der Straßenverlauf in beide Richtungen versetzt fort, sodass auch hier Fahr- und E-Scooterfahrende beim Geradeausfahren nach links verschwenken müssen.Dem im Aktenvermerk der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft zur Vorplanung der Sebastianstraße aufgeführten Link, ‚Grünbuch Stadt des Bundesministeriums – Grün in der Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft‘ – sind die Argumente und Bedingungen für von Grün begleitete Verkehrsflächen zu entnehmen:„ Grüne Städte“ zeichnen sich durch hohe Lebensqualität und ökonomische Wettbewerbsfähigkeit aus.
Grün kann Luftschadstoffe, Feinstaub und Lärm absorbieren und leistet somit generell einen Beitrag zur Minderung von Immissionen.
Emissionen durch Straßenverkehr sorgen für hohe CO2. Stadtbäume speichern circa 62 Millionen Tonnen oder umgerechnet sechs Prozent des Kohlenstoffvorrats Deutschlands.Das heißt für den Wiederaufbau der Sebastianstraße:
Möglichst viele, für die Stadt gut geeignete Straßenbäume mit einem Schutzsystem für die Wurzeln anzupflanzen. Außerdem sollten mögliche Flächen wie der Mittelstreifen nicht versiegelt, sondern begrünt werden.
Das Ermöglichen eines sicheren und respektvollen Miteinanders aller am Verkehr beteiligten Gruppen, vom PKW- über die Bus- und Radfahrenden bis zu Familien mit kleinen Kindern zu Fuß. Daher würden wir die Sebastianstraße als komplette Tempo 30 Zone begrüßen, zusätzlich zum Plateau und den Anrampungen und den Wartebereichen der Busse an den Haltestellen auf der Straße. Dieses Zusammenspiel würde den Verkehr entschleunigen und den Lärmpegel senken. Im Bereich der Monschauer Str. empfehlen wir einen weiteren Fußgängerüberweg, um eine Querung zwischen dem Knotenpunkt Rotweinstraße/Wilhelmstraße und der Schützenstraße zu ermöglichen. Die vorgesehenen Radverkehrswege entsprechen dem aktuellen Standard. Ebenso empfehlen wir, wie auch vom Ortsbeirat vorgeschlagen, den Knotenpunkt Ringener Straße als Kreisverkehr zu gestalten. Dem Vorschlag des Ortsbeirats einer Aufwertung des Hemmesser Doms als identitätsstiftendes Objekt für den Stadtteil stimmen wir ebenfalls zu.Die im Bau- und Planungsausschuss angesprochene Verlängerung der Linksabbiegespur in die Schützenstraße begrüßen wir, eine gute Einsehbarkeit des Verkehrs von rechts für Linksabbieger aus der Schützenstraße bitten wir zu berücksichtigen.
Wichtig ist im weiteren Planungs- und Kommunikationsverlauf unbedingt, die Bevölkerung mitzunehmen und zu beteiligen. Dazu gehört, wie auch vom Planungsbüro vorgetragen, die Berücksichtigung des Radwegekonzeptes zwischen den Innenstadtzentren von Bad Neuenahr und Ahrweiler.

Außerdem wurden unter anderem mit den Bürgerinnen und Bürgern auch für die Knotenpunkte am östlichen und westlichen Ende der Sebastianstraße Gestaltungsvorschläge entwickelt und der Bevölkerung und der Verwaltung vorgestellt:
– Runder Tisch ‚Sichere Schulwege im Mehrgenerationenquartier‘ mit Knotenpunkt ‚Hemmesser Straße‘
– ‚Fußverkehrs-Check‘ zum Mittelzentrum mit Knotenpunkt Rotweinstraße/Wilhelmstraße.

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wird die nächsten Bauphasen aktiv begleiten, unterstützt von Anwohnenden, Interessensgruppen, Runden Tischen und Vielen mehr.