Landesweit einheitliche, dauerhaft finanzierte Lösung gefordert – auch in den Sommerferien
Der Kreisverband Ahrweiler von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützt den offenen Brief einiger Kreisverbände an Ministerpräsident Gordon Schnieder und Finanzministerin Doris Ahnen. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, ab 2027 eine landesweit einheitliche und dauerhaft finanzierte Lösung für ein kilometerunabhängiges Deutschlandticket für Schüler*innen zu schaffen.
Hintergrund ist der derzeitig herrschende Flickenteppich: Ob Schüler*innen ihr Deutschlandticket auch in den Ferien nutzen können, hängt bislang vom Wohnort und von der Finanzlage der jeweiligen Kommune ab. Diese regionalen Unterschiede sind aus Sicht der GRÜNEN weder sozial gerecht noch mit dem Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse vereinbar.
Die GRÜNEN im Kreis Ahrweiler begrüßen ausdrücklich, dass im Landkreis Ahrweiler Schülerinnen und Schüler während der Ferien weiterhin ihre Deutschlandtickets nutzen konnten. Für viele Familien bedeutet das: Mobilität bleibt bezahlbar, Ausflüge werden möglich, und Jugendliche können selbstständig unterwegs sein ohne zusätzliche Kosten. Unabhängig davon unterstützt der GRÜNEN-Kreisverband Ahrweiler den Offenen Brief, denn die Entscheidung darüber, ob Kindern und Jugendlichen ein Deutschlandticket in den Sommerferien zur Verfügung steht, darf nicht davon abhängen, wie angespannt ein kommunaler Haushalt gerade ist. Diese Verantwortung muss das Land tragen.
In diesem Zusammenhang fordern die GRÜNEN:
- die Einführung des angekündigten kilometerunabhängigen Deutschlandtickets für alle Schüler*innen mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz,
- eine landesweit einheitliche und dauerhaft durch das Land finanzierte Lösung ab 2027 einschließlich der Ferienzeiten, sowie
- eine nachhaltige Stärkung der kommunalen Finanzen, damit Städte und Landkreise ihre Aufgaben erfüllen können, ohne wichtige Leistungen gegeneinander ausspielen zu müssen.
Die Landesvorsitzenden Carolin Cloos und Christin Sauer von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz, ergänzen: „Junge Menschen brauchen eine verlässliche Mobilität – für den Schulweg genauso wie für Ausbildung, Freizeit und Ehrenamt. Wer den öffentlichen Nahverkehr attraktiv machen will, darf gerade bei Kindern und Jugendlichen nicht sparen. Eine landesweit einheitliche Lösung ist deshalb ein wichtiger Baustein für mehr Chancengleichheit und für eine erfolgreiche Verkehrswende.“
