Ahrtalschau-Forum dreht sich um erneuerbare Energien

120 Aussteller präsentieren sich vom kommenden Freitag, 29. Oktober, bis zum Montag, 1. November, im Rahmen der Ahrtal-Schau. Dem Thema „Erneuerbare Energien“ ist auf dem Messegelände am Apollinaris-Stadion in Bad Neuenahr die komplette Halle 3 gewidmet. Dorthin laden die Veranstalter – Kreisverband und Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen – für Samstag, 30. Oktober, zu einem „Forum Erneuerbare Energien“ ein. Diese von 14 bis 16 Uhr dauernde Veranstaltung ist für alle Besucherinnen und Besucher der Ahrtalschau offen.

Im März 2009 war die Energie- und Umweltmesse „Perspektrum“ Gastgeberin eines ersten Forums, das die Rolle von Stadtwerken in der künftigen Energieversorgung deutlich machte. Die Ahrtalschau bietet nun die Bühne für eine Folgeveranstaltung, mit der sich zugleich eine feste und überparteiliche Gesprächsplattform zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien im Kreis etablieren soll.

Welche Perspektiven bietet eine dezentrale Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien für die wirtschaftliche Entwicklung im Kreis Ahrweiler? Welche Energiepotenziale liegen eigentlich vor unserer Haustür und wie heben wir sie? Auf welche technologischen Entwicklungen können wir zurückgreifen und welche Akteure sind die Träger einer Energiewende?Diesen Fragen widmet sich Wolfgang Schlagwein, Sprecher der Grünen-Fraktion im Ahrweiler Kreistag. Dabei geht er auch der Frage nach, ob die so genannten „100%-Erneuerbare-Energie-Regionen“ auch ein Modell für den Kreis Ahrweiler sein kann. Vor wenigen Wochen waren in Kassel mehr als 750 Vertreter solcher Regionen zu einem bundesweiten Kongreß zusammengekommen.

„Die hohe Beteiligung zeigt, dass sich hier eine Bewegung etabliert hat: Einzelne Kommunen und ganze Regionen nehmen dank der Erneuerbaren Energien ihre Energieversorgung selbst in die Hand. Ihnen bietet die Nutzung Erneuerbarer Energien neue wirtschaftliche Perspektiven. Auch im Kreis Ahrweiler zeigt sich mit Unternehmensgründungen wie der Solarstrom GmbH des Landkreises, der Eifel-Energiegenossenschaft oder den Ahrtalwerken die Dynamik dieser Entwicklung“, so Schlagwein.

Die Versorgung mit Erneuerbaren Energien stelle aber auch neue technische Anforderungen. Im zweiten Vortrag des Forums beleuchtet Dr. Bert Droste-Franke von der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler aus wissenschaftlicher Sicht die wachsende Bedeutung von Energiespeichern für die Integration erneuerbarer Energien in die Stromversorgung. Droste-Franke ist Koordinator für das Projekt „Energiespeicher und Virtuelle Kraftwerke für die Integration erneuerbarer Energien in die Stromversorgung. Potentiale, Innovationshemmnisse und Umsetzungsstrategien“ sowie für das inzwischen abgeschlossene Projekt „Brennstoffzellen und virtuelle Kraftwerke als Elemente einer nachhaltigen Entwicklung. Innovationsbarrieren und Umsetzungsstrategien“.

Droste-Franke hat Physik mit Nebenfach Wirtschaftswissenschaften in Göttingen und Heidelberg studiert und wurde im Jahr 2004 am Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart promoviert. Während seiner Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter von 1996 bis 2006 hat er dort an einer ganzen Reihe nationaler, europäischer und internationaler Forschungs- und Beratungsprojekte im Bereich Energie und Umwelt wesentlich mitgewirkt. Seine Hauptgebiete sind Technikfolgenbeurteilung mit Schwerpunkt auf Energiesysteme, Umweltphysik und Umweltökonomie.

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