Streit zwischen den „Partnern“ bestätigt Grüne

Fraktionssprecher Wolfgang Schlagwein bekräftigt die ablehnende Haltung seiner Fraktion zu einem FOC in der Grafschaft – mit oder ohne Kooperation:

Schon wieder: Bürgermeister Juchem ruft nach längerer Pause wieder mal einseitig den Schulterschluss mit der Kreisstadt aus. Offensichtlich ist er genötigt, die umstrittenen FOC–Pläne irgendwie über Wasser zu halten. Seinen Wunschpartner, den neuen Bürgermeister Orthen, bringt er damit aber so in die Bredouille, dass der sich schleunigst zu einem Dementi gezwungen sieht. Bürgermeister streiten um FOC: dem Scherbenhaufen, den soviel Ungeschick angerichtet hat, wird nun das gewohnte Grafschafter Dementi folgen: „Ein FOC? Niemand habe die Absicht, ein FOC zu bauen – jedenfalls nicht im Moment .“

Bündnis 90/Die Grünen haben das jahrelange Affentheater um das Gespenster-FOC satt. Der dilettantische Versuch des Grafschafter Bürgermeisters, Nachbarn in Schulterschluss zu nehmen, zeigt viel – nur nicht die Seriosität und Professionalität, die ein solches Projekt erfordern würde.

Nichts als Flurschaden hat das jahrelange Hin und Her ums FOC angerichtet. Der peinliche einseitige Austritt der Grafschaft aus dem Regionalen Arbeitskreis der Ausgleichsregion Bonn-Rhein-Sieg-Ahrweiler gehört dazu. Wer will denn Kooperationen mit einem Bürgermeister und einem Gemeinderat eingehen, der Nachbarn schnell mal umarmt, aber ebenso schnell verprellt, indem er freiwillige Selbstverpflichtungen und regionale Vereinbarungen zum Schutz des Einzelhandels und zur Stärkung der Innenstädte beliebig kündigt, wenn sie nicht mehr in den Kram passen?

Die Kreisstadt ist gut beraten, sich von dieser Art Kooperation fernzuhalten. Auch eine Kooperation macht schließlich aus 10.000 Quadratmeter grüner Grafschafter Wiese keinen integrierten Innenstadt-Standort.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

1 Kommentar

  1. Daniela Oberleitner

    Für mich sind die ganzen großen Einkaufscenter ein einziger Horror. Leute mit Auto fahren hin, bekommen alles, was sie brauchen und werden immer bequemer. Und die Geschäfte in der Stadt, die netten kleinen Lädchen, können alle dicht machen – da kann mir keiner etwas anderes erzählen! Hauptsache billig!