„Aktive Grafschafter“ bitten Jürgen Trittin um Hilfe

Vertreter der Aktive Grafschafter GbR übergaben eine Dokumentation an Jürgen Trittin (Dritter von rechts). Mit dabei: Constanze Kunkel (Vierte von links), Sprecherin der Initiative, Mathias Heeb (von rechts), Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat Grafschaft, und Eveline Lemke, Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen in Rheinland-Pfalz.

Eine Dokumentation zur Leimersdorfer Tongrube und ein schriftliches Hilfeersuchen übergaben Mitglieder der Initiative „Aktive Grafschafter“ jetzt an Jürgen Trittin, den Vorsitzenden der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Die Mitglieder der im Oktober 2010 von 26 Einzelpersonen und Unternehmen gegründeten Initiative befürchten, dass in der Grube gefährliche Sonderabfälle abgelagert werden. Bereits in den 1980er Jahren sei dort wegen einer Gesetzeslücke tonnenweise Abfall aus Metallgießereien deponiert worden, der gesundheitsgefährdende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthielt.

Zeitweise sei in der Grube auch Schwermetall belastetes Aschegranulat aus verbranntem Klärschlamm abgeladen worden, hieß es bei der Übergabe. Die CC Umwelt AG als neue Eigentümerin habe die Grube nur deshalb gekauft, um in den Löchern, die beim Tonabbau entstehen Sonderabfälle zu deponieren; der Abbau von Ton sei für die Betreiber lediglich ein angenehmer Nebeneffekt.

Um ein Verfüllen der leer geräumten Grube mit belasteten Abfällen zu verhindern, haben die „Aktiven Grafschafter“ inzwischen 300.000 Euro in den Kauf von vier insgesamt 34.500 Quadratmeter großen Grundstücken am Rand der Grube investiert. Damit soll die vom Eigentümer geplante Erweiterung der Grube verhindert werden.

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