Staatsministerin Lemke: Inklusion ist mehr Vision als Wirklichkeit

Staatsministerin Eveline Lemke (3. von rechts) bei ihrem Besuch der Galerie von Christoph Noebel (3. von links) in Remagen - mit Bianca Vogel (von rechts), Karin Keelan, Christina Fuchs und Anita Reichert, der Stellvertretenden Bundesvorsitzende des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.

Über prominenten Besuch konnte sich der Remagener Galerist Christoph Noebel jetzt freuen: Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Bündnis 90/Die Grünen) war seiner Einladung zu einem Besuch der Ausstellung „Blickwinkel“ gefolgt, die bis Samstag, 22. Oktober, in der Galerie Artspace K2 in der Kirchgasse in Remagen zu sehen ist – mittwochs bis samstags jeweils von 15 bis 18 Uhr. Die 13 an der Schau beteiligten Künstlerinnen und Künstler eröffnen ganz unterschiedliche Perspektiven auf das Thema „Behinderung“. In der Schau geht es beispielsweise um Armut und Arbeitswelt, um Menschenrechtsverstöße, Stigmatisierungen und Schablonendenken.

Galerist Noebel wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung der 2009 in der Bundesrepublik in Kraft getretenen UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen hin. Sie habe zur Konsequenz, dass Körberbehinderung nicht mehr in erster Linie als medizinischen Phänomen gesehen wird, sondern dass ein unabhängiges Leben und ungehinderte Teilhabe am politischen und kulturellen Leben der Gesellschaft zum universellen Menschenrecht erklärt werden. Die in Bad Bodendorf wohnende Staatsministerin Lemke unterstrich die Bedeutung dieser Konvention, wies aber darauf hin, dass sie „noch längst keine gesamtgesellschaftliche Erkenntnis ist“ und dass Inklusion, also die Teilhabe behinderter Menschen am öffentlichen Leben, immer noch mehr Vision als Wirklichkeit sei.

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