Grüne Radtour: auf den Spuren des Wassers in Sinzig

Wasser hat Sinzig geprägt – davon überzeugten sich am Samstag rund 20 Teilnehmer einer vom Grünen Ortsverband organisierten Radtour rund um die Barbarossastadt. Dabei folgten die Radfreunde den Spuren der Sinziger Geschichte, informierten sich über Hochwasserpräventivmaßnahmen und verschafften sich einen Eindruck von der renaturierten Ahr.

An der Ahr informierte sich die Radgruppe über die Neuansiedlung von Lachsen.

Ob der Name „Sinzig“, wie manchmal zu lesen, aus dem Keltischen für „sickerndes Wasser“ stammt, ist umstritten. Fest steht, dass Wasser schon immer eine große Rolle in der Entwicklung der Stadt spielte. Folgerichtig ging es beim Start der Radtour zunächst um die Wasserversorgung der Stadt von der Römerzeit bis heute. Auch die zerstörerische Seite des lebenswichtigen Elements brach sich immer wieder in Hochwassern Bahn.

Anschließend ging es ins Grüne: An der Ahr informierte die Biologin Dr. Ulla Stüßer über vergangene und aktuelle Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen. Die Zeiten, in denen private und industrielle Anlieger ihre Abwässer in den Fluss leiten konnten, sind lange vorbei. Außerdem hat man Ruhezonen für störungsempfindliche Tierarten geschaffen und den Lauf des Flusses im Mündungsgebiet weitgehend sich selbst überlassen. Letzteres ist einmalig im Rheingebiet. Der Lohn: Lange verschwundene Tierarten wie der Flussregenpfeifer sind wieder an der Ahr und damit in Sinzig heimisch geworden.

Auch der Lachs laicht wieder in der Ahr. Von der Wiederansiedlung dieses atlantischen Wanderfisches berichtete die Expertin Dr. Nathalie Plum. Um die Lachse wieder in die Ahr und nach Sinzig zu bringen, ist internationale Zusammenarbeit nötig: „Zunächst mussten die Niederländer im Rheindelta Fischpässe bauen und andere Maßnahmen treffen, damit die Wanderfische Barrieren wie Schleusen überwinden können“, erläuterte Plum.

Besuch ganz anderer Art wünschte sich am Schluss der Grüne Stadtrat Ingo Binnewerg: „Wir haben gesehen, wie schön es in Sinzig, an der Ahr und am Rhein ist. Wir halten deshalb an der Idee einer stärkeren touristischen Einbindung Sinzigs fest: Diese würde Radtouristen auch in die Sinziger Innenstadt bringen.“

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