Politischer Wille und Finanzierung einmaliger Flusslandschaft gesichert

„Mit dem heutigen Tag sind die Finanzierung und der politische Wille gesichert, diese einmalige Flusslandschaft zu erhalten und ihr Potenzial für die Entwicklung ihrer Artenvielfalt auszuschöpfen“, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken am Freitag in Insul zum Start der Umsetzung des Naturschutzgroßprojekts „Obere Ahr-Hocheifel“. 9,3 Millionen Euro stellen Bund, Land und Kreis für das Projekt zur Verfügung. Das Geld ist gut investiert: Das Naturschutzgroßprojekt „Obere Ahr-Hocheifel“ soll auf über 3000 Hektar Fläche die Ahr und ihre Zuflüsse mit ihren Auen verbinden und so den Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen schützen und erweitern.

Die Übergabe erfolgte mit der  die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Beate Jessel, und Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Höfken betonte die gute Kooperation zwischen den Vertretern aus Naturschutz, Wasserwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft in der Region. Die Ministerin hob insbesondere die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft hervor: „Gemeinsam mit den landwirtschaftlichen Betrieben wird es gelingen, die von der Landnutzung geprägte Kulturlandschaft der Eifel langfristig zu erhalten.“ Das würde auch den Tourismus in der Region fördern.

Das Naturschutzgroßprojekt grenzt unmittelbar an das Projekt „Ahr 2000“ in Nordrhein-Westfalen, welches im Jahr 2005 erfolgreich abgeschlossen wurde. Zu den Maßnahmen der kommenden Jahre gehören die Wiederherstellung naturnaher, gekrümmter Fluss- und Bachläufe und die Beseitigung von Wanderbarrieren für Wanderfische wie Lachs und Äsche. Zusammen mit anderen Maßnahmen wird so die die Durchgängigkeit der Ahr für Fische und andere Gewässerorganismen auf einer Länge von 70 km vollständig wiederhergestellt. Abseits der Ahr stehen Schutzmaßnahmen für Auenlandschaften, Orchideen und die Ausmagerung nährstoffreicher Wiesen auf dem Programm.

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