Oberwinter: Grüne wollen transparenten, verkehrssicheren und attraktiven Ort

IMG_4374Mit kompetenten Kandidatinnen und Kandidaten und einem zukunftsweisenden Wahlprogramm starteten die Grünen aus Remagen-Oberwinter am Sonntag in die Kommunalwahl. Im Bistro am Yachthafen wählten die Grünen Dr. Ulrich Meyer-Doerpinghaus, Iris Loosen, Herbert Gemein, Elke Gilles, Heide Groezinger, Irene vom Bruch und Dr. Annette Doerpinghaus für ihre Wahlliste. Auch inhaltlich hat die Umweltpartei einiges zu bieten.

So ist den Grünen vor Ort eine transparente Planung der Straßensanierungen besonders wichtig. Der Unmut betroffener Bürgerinnen und Bürger in letzter Zeit habe gezeigt, dass die Kriterien, nach denen kleine Straßen am Ortsrand komplett saniert, andere im Ortskern dagegen nur notdürftig repariert werden, für viele nicht mehr nachvollziehbar  sind. Statt wie bisher Planungen passiv offenzulegen, müssen betroffene Bürgerinnen und Bürger zukünftig frühzeitig informiert und aktiv in die Planung einbezogen werden. Dies sei nicht nur ein Gebot der Fairness, da sie die Kosten der Baumaßnahmen zum überwiegenden Teil zu tragen haben, sondern auch eine Selbstverständlichkeit in einer modernen Bürgergesellschaft, findet die Umweltpartei.

Ein weiteres wichtiges Anliegen war den Grünen in ihrer Sitzung die Verkehrssicherheit besonders im Bereich der Schulwege. Die automatischen Geschwindigkeitsmessungen, die in den letzten Jahren in Oberwinter durchgeführt worden sind (z. B. in Bandorf oder am Hinterellig), haben ergeben, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen allzu oft deutlich überschritten werden. Konsequenzen wurden daraus allerdings nicht gezogen. Die Grünen werden sich daher für mehr Fußgängerüberwege und eine vollständige Ausweitung der Zone 30 innerhalb der geschlossenen Ortschaft einsetzen.

Besonders im Fokus standen aber auch Überlegungen, Oberwinter für Einwohner und Geschäftsleute wieder attraktiver zu machen. Die Tatsache, dass für die geschlossene Schlecker-Filiale noch kein Nachfolger gefunden wurde,  zeige deutlich, dass der Ortskern für kleine Geschäfte zuletzt immer unattraktiver geworden sei. „Oberwinter braucht eine Charme-Offensive“, war man sich einig. Für den Ortskern muss deshalb gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern ein attraktives Konzept entwickelt werden, das Besucher anspricht und zur Lebensqualität der Bewohner beiträgt. Die Stärken des Ortes müssen im Sinne einer Marketinginitiative  herausgestellt und kontinuierlich ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang darf auch der Hafenbereich nicht vernachlässigt werden. Hier wäre attraktivere Gestaltung und vielleicht auch eine Wiederbelebung des Hafenfestes denkbar.

Die Grünen wollen mehr kulturelle Initiativen, mehr Lesungen, Konzerte etc. in Oberwinter. Orte, Vereine und Institutionen, die Kultur veranstalten, sollen gestärkt werden. Der Erfolg des Arpmuseums zeigt ebenso wie die Galerien, die sich hier niederlassen, dass dies ein zukunftweisendes Konzept ist. Deshalb wollen die Grünen sich im Ortsbeirat für öffentliche Mittel für Initiativen des Kulturlebens einsetzen.

In diesem Zusammenhang sehen die Grünen auch die bisherige Baupolitik der Stadt kritisch. Die Grünen sind für eine ökologische Bauplanung. Neubauten sind aus demographischer Sicht unvernünftig und ergeben unter ökologischen Gesichtspunkten keinen Sinn.  Naturschutz darf kein Lippenbekenntnis sein. Bestehende Flora-Fauna-Reservate sind ein Gewinn für unseren Ort, müssen respektiert werden und dürfen nicht den Interessen Einzelner geopfert werden. Auch der Gesamteindruck des Ortes muss bei Bauvorhaben berücksichtigt werden und Bausünden früherer Jahrzehnte dürfen sich nicht wiederholen. Die malerische Lage des Ortes, der für viele den Inbegriff der Rheinromantik darstellt, ist ein wertvolles Kapital, das nicht leichtfertig verspielt werden darf. Daher werden die Grünen sich für eine zeitgemäße Umgestaltung des Bebauungsplanes einsetzen. Dazu gehöre auch eine bessere Förderung von Sanierungen bestehender Gebäude.

Oberwinter war immer ein attraktiver Ort. Er kann auch in Zukunft wieder für Gäste und Einwohner attraktiver und lebenswerter gestaltet werden, da sind sich die Grünen sicher.

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