Diskussion um Bäume in Grafschaft-Nierendorf nimmt kein Ende

In der Diskussion um das geplante Fällen auch gesunder Bäume in Grafschaft-Nierendorf gibt es unschöne Neuigkeiten: Statt auf einen anstehenden Beschluss des Gemeinderates abzuwarten, legte ein ehemaliger CDU-Ortsvorsteher in Nierendorf selbst Hand an. Der Mann wurde auf frischer Tat dabei erwischt, als er Löcher in einen Baum im Herrenwiesenring bohrte und diese offensichtlich mit Gift befüllte. Jetzt läuft eine Strafanzeige gegen diese Person.
„Das ist eine riesige Sauerei und Unverschämtheit“, so Mathias Heeb von den Grünen. „Bleibt zu hoffen, dass das strafrechtliche Konsequenzen haben wird.“ Der Vorgang werft einen bösen Schatten auf die Politik und insbesondere auf die CDU, ist diese Person doch Ehrenvorsitzender der Grafschafter CDU. Bleibt zu hoffen, dass sich die CDU von solchen Leuten distanziert, so etwas haben selbst die Christdemokraten nicht verdient. Jetzt ist für die Grünen das Fass voll und man wird keine Kompromisse mehr eingehen in Sachen Bäume. Es wird versucht Fakten zu schaffen – mit Rechtsstaatlichkeit hat dies nichts mehr zu tun. Wer solche Dinge befürwortet, der sollte besser in eine Bananenrepublik ziehen.

Gerade die Grünen hatten versucht, in dem Streit einen Kompromiss zu finden und wenigstens die gesunden Bäume stehen zu lassen – aber offensichtlich können in der CDU einige mit Kompromissen nicht leben und versuchen, ihren Dickkopf jenseits demokratischer Gepflogenheiten durchzusetzen. Die fatale Außenwirkung eines Beschlusses der Fällung aller Bäume hätte für die Gemeinde auch finanzielle Folgen, es sei denn, die Anlieger bezahlen die Kosten für die Fällungen und Neupflanzungen selbst. Die Neupflanzungen sollen übrigen wieder mit Bäumen erfolgen, und die wachsen bekanntlich auch. Der Sinn hinter der Baumfällung erschließt sich Heeb so nicht.

Am Dienstag, 18. März 18.00 Uhr Alte Schule Nierendorf, wird erneut im Ortsbeirat darüber beraten, allerdings mit nur zwei Ortsbeiratsmitgliedern, die nicht befangen sind, Herrn Assenmacher (CDU) und Mathias Heeb (Grüne) – es bleibt spannend.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

1 Kommentar

  1. heeb

    Jetzt hat sich ein Mitarbeiter des GA an der Säure, die in das Loch am Baum gefüllt wurde, verätzt. Hätte auch gut einem Kind passieren können. Alles nicht mehr so lustig, das ganze.