Sinzigs Grüne bekräftigen ihr klares Nein zum NVZ

Ehemaliges Rick-Gelände bietet sich für ein Hotel und Mehrgenerationenwohnen an

Die Sinziger Grünen haben sich erneut klar gegen ein Nahversorgungszentrums (NVZ) auf dem ehemaligen Rick-Gelände ausgesprochen und diesen Punkt auch in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Das Grundstück bietet die einmalige Chance, die Ahr mit der Innenstadt städtebaulich zu verbinden. Jede Bebauung prägt für die nächsten Generationen unser Stadtbild. Deshalb bedarf es eines schonenden und gestalterisch überzeugenden Umgangs mit dieser Fläche. Ein Nahversorgungszentrum führt zu starken Verkehrsströmen und großen Parkflächen an der Ahr, genau das Gegenteil einer sinnvollen, attraktivitätssteigernden und umweltschonenden Gestaltung. Ein attraktiv gestalteter Zugang von der Ahr über den Schlosspark zur Innenstadt würde unsere Stadt mit dem Ahrradweg verbinden und den Tourismus fördern. 

Die Realisierung dieses städtebaulich sehr umfangreichen Projekts würde die komplette Versiegelung einer großen Fläche bedeuten. Zudem würde der Bau die naturnahe Ahrauenlandschaft empfindlich stören. Der Rad- und Fußweg entlang der Ahr würde an Attraktivität verlieren und dem benachbarten Wohngebiet mit dem Schul- und Sportzentrum würde ein Nahversorgungszentrum eine massive Zunahme von Zuliefer- und Kundenverkehr bescheren. Lärm- und Abgas-Emissionen wären zwangsläufige Folgen dieses „Leuchtturmprojektes“, wie es von einigen Kommunalpolitikern immer noch beschönigend genannt wird.

Die geplante Zufahrtsstraße zum ehemaligen Rick-Gelände wird das rechtskräftig ausgewiesene Baugebiet in zwei Hälften spalten. Die Zufahrtsstraße zum NVZ soll mit bis zu 5 Meter hohen Lärmschutzwänden ausgestattet werden. Das ehemalige Rick-Gelände selbst erhält einen Lärmschutz nach Westen in der Höhe von 5,5 Metern. Kein schöner Anblick für die Anwohner und eine drastische Entwertung ihrer Grundstücke. Ob eine Verkehrszunahme auf der Kölner Straße von der Ampelanlage und dem noch zu bauenden Kreisel als Zufahrt bewältigt werden kann, bleibt abzuwarten. Nach den letzten Monaten mit der Verkehrsumleitung, auf Grund des Kreiselbaus an der Linde, darf man dies als kritisch betrachten.

Die Sinziger Grünen machen sich für einen sorgsamen Umgang mit Innenstadtflächen stark. Statt des Einkaufszentrums schlagen sie für das ehemalige Rick-Gelände die Schaffung von familiengerechtem und bezahlbarem Wohnraum vor. Auch ein Natur- und Sporthotel, ein Seniorenheim und Mehrgenerationenwohnen können sie sich dort gut vorstellen. In Ahrufernähe könnte eine Gastronomie mit Außenbereich angesiedelt werden. Sie würde dabei helfen, den Freizeitwert der Stadt zu steigern. Radfahrer könnten dort rasten und Einwohner, aber auch Touristen hätten einen Grund mehr, ihre Freizeit im Stadtgebiet zu verbringen.

Das komplette Wahlprogramm der Sinziger Grünen finden Sie unter www.gruene-sinzig.de

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