Zukunft des Wirtschaftsstandort Brohltal

Das Brohltal als Wirtschaftstandort ist aktuell gut aufgestellt, auch wenn es bestimmte Schwerpunkte und damit Ungleichgewichte zwischen den Ortsgemeinden gibt. Es ist nicht förderlich, daß einzelne Gemeinden schuldenfrei sind und die übrigen Ortsgemeinden mit den Gemeindeschulden zu kämpfen haben.
Unser Anspruch ist, daß das lokale Handwerk und Kleinbetriebe gestärkt werden. Die Herausforderungen des Klimawandels und Artenschutzes müssen sich dahingehend auswirken, daß Betriebe, die für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und für die Energetische Sanierung von Gebäuden und Heizungsanlagen wichtig sind, im Brohltal wachsen und neu angesiedelt werden.
Dazu zählen wir Fachfirmen für den Bau von Photovoltaikanlagen, Fensterbaufirmen, Gebäudeaußendämmung und Dachdämmung/Erneuerung sowie Heizungsbaufirmen mit Schwerpunkt auf Wärmepumpentechnik, Kraftwärmekopplung und Nahwärmenetze. Statt immer mehr Neubaugebiete zu planen, sollte der Gebäudealtbestand erhalten und deshalb grundrenoviert werden, wofür alle Gewerke das Handwerks benötigt werden.
Die Anforderung einer Mobilitätsänderung verlangt den Ausbau von Radwegen im Brohltal, was bei der bisherigen Erneuerung von Strassen sträflich vernachlässigt wurde, damit die Bürger auch gerne und gefahrlos auf muskel- oder elektrobetriebene Fahrzeug umsteigen können. Das bedeutet Aufträge auf lange Zeit für Tiefbaufirmen der Region.
Neuansiedlungen sollten nicht auf der grünen Wiese entstehen sondern ortsnah unter Nutzung von Gebäudebestand, Baulücken und Industriebrachen.
Ein wichtiger Faktor für eine nachhaltig prosperierende Wirtschaft sind ausreichender Fachkräftenachwuchs.
Hierbei ist wichtig, daß Auszubildende im Brohltal mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu jeder Tageszeit schnell und günstig zu ihrem Ausbildungsbetrieb und zurück nach Hause kommen. D.h. Der ÖPNV muß dafür entsprechend strukturiert und getaktet sein und die Preise gesenkt werden.
Im Hinblick auf Einkaufsmöglichkeiten insbesondere für Senioren wünschen wir uns nicht eine weitere Ansiedlung von Großmärkten sondern ortsnahe Einkaufsmöglichkeiten wie Hofläden oder Direktvermarktung mit dem Angebot von regional erzeugten frischen Produkten.
Ziel muß es also sein, kleinere Gemeinden ertragsfähiger und damit auch für die Bürger attraktiver zu machen.

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