Jutta Paulus Freilichtbühne Schuld

Jutta Paulus Freilichtbühne Schuld

Aus dem Europaparlament in die Eifel – Jutta Paulus von Bündnis 90/Die Grünen vor Ort zum Schutz von Natura 2000-Gebieten

Nohn/Dorsel/Schuld: Zur Besichtigung des geplanten Trassenverlaufs der A1, Abschnitt AS Adenau bis AS Kelberg ging es mit der Grünen Europaabgeordneten Jutta Paulus in die Höhen von Nohn und Dorsel. Ein Vortrag mit Diskussion zum europäischen Projekt „Natura 2000“ und die Bedeutung des Autobahnausbaus für die Naturschutzgebiete der Region schloss sich in der Freilichtbühne Schuld an.

Beeindruckend zu sehen, welche Landschaften die A1 durchschneiden, wo eine riesige Autobahnbrücke über das Tal bei Dorsel gebaut werden und wie dicht am Dorf vorbei die A1 verlaufen soll. Die pinkfarbenen Markierungen an den Bäumen zeigen eindrücklich, welcher gefällt und unwiederbringlich verloren gehen würde. Schon vor mehr als 40 Jahren gab es den Aufkleber „A1 – Nein danke“, Alternativen wie der Ausbau der B51 und ein zweigleisig elektrischer Schienenverkehr von Köln nach Trier wurden entwickelt.

Zur Diskussion „Natura 2000 – Bedeutung für die Region“ mit der Grünen Europaparlamentarierin Jutta Paulus lud die Grüne Sprecherin des Kreisverbandes und stellvertretende Fraktionssprecherin im Kreistag Ahrweiler Birgit Stupp in die Freilichtbühne Schuld ein, gut 30 Besucherinnen und Besucher folgten trotz Ferienzeit der Einladung. Jutta Paulus: „Einige Ewiggestrige versuchen seit Jahrzehnten, eine vermeintlich „wichtige“ Autobahnlücke (A1) zu schließen und schrecken nicht davor zurück, mitten durch ein Naturschutzgebiet zu bauen.

Gerade nach dem schockierenden Bericht des Weltbiodiversitätsrates aus dem letzten Jahr, welcher belegt, dass bis zu 1 Million Arten vor dem Aussterben stehen, müssen wir endlich aufhören, wichtige Rückzugsorte der Natur für unnötige Verkehrsprojekte zu opfern.“ FFH- und Vogelschutzgebiete, die unmittelbar vom Trassenverlauf AS Adenau bis AS Kelberg betroffen wären, ergänzt unter anderem durch die räumliche Nähe zum FFH-Gebiet „Gewässersystem der Ahr“ – in der Diskussion mit den Gästen zeigte sich ganz deutlich, dass die Argumente von Naturschutzverbänden und anderen Gruppierungen wie der Bürgerinitiative gegen den Weiterbau Gewicht haben. Fazit der Besucherinnen und Besucher: Der Druck auf die entscheidenden Behörden muss aufrecht erhalten werden, will man das europäische Projekt Natura 2000 vor der Haustür schützen.

Wer sich eingehender mit dem Thema „EU-Biodiversität“ auseinandersetzen möchte, hier der Link zu Jutta Paulus Broschüre.