Kreissstadt Mitglieder der GRÜNEN Stadtratsfraktion besuchten zu Jahresbeginn die Freiwillige Feuerwehr des Löschzugs Bad Neuenahr an der Heerstraße. Der Standort spielte eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der Flutkatastrophe 2021 und ist bis heute von großer Bedeutung für den Brand- und Katastrophenschutz in der Stadt.
Löschzugführer Sascha Radermacher, sein Stellvertreter Robert Helmrich sowie Wehrleiter Marcus Mandt führten Christoph Scheuer und Birgit Stupp durch das Feuerwehrhaus und erläuterten die aktuelle Situation sowie geplante Maßnahmen. Vorgesehen ist unter anderem ein Anbau mit großer Werkstatt und mehreren multifunktionalen Räumen im Obergeschoss. Weitere Investitionen betreffen die Schlauchreinigung, bei der auch Kooperationen mit anderen Feuerwehren denkbar sind. Zudem wird die Kapazität der Schlauchtrocknung im Turm in diesem Jahr erweitert. Denkbar ist auch, moderne Coworking-Arbeitsplätze für Berufstätige im Gerätehaus zu schaffen. Im Alarmfall würde die Einsatzzeit verkürzt und das Ehrenamt tagsüber von kleineren Einsätzen entlastet.
Christoph Scheuer, Fraktionssprecher der GRÜNEN und Bürgermeisterkandidat, betonte: „Jeder investierte Euro in unsere Feuerwehr ist richtig angelegt. Besonders freut uns, dass das neue Drehleiterfahrzeug voraussichtlich noch in diesem Jahr in Dienst gestellt werden kann.“ Durch die starke Zerstörung des Feuerwehrstandorts Ahrweiler werden derzeit viele Fahrzeuge und Materialien in Bad Neuenahr zwischengelagert. Der Platz ist knapp, zusätzlich nutzt der Katastrophenschutz den Standort mit einer temporären Halle. Deutlich wurde der Sanierungsbedarf des in die Jahre gekommenen Feuerwehrgebäudes wie bröckelnder Putz, Setzrisse, veraltete Sektionaltore und ein undichtes, ungedämmtes Dach. Im Zuge der Dacharbeiten wäre die Installation von PV-Anlagen möglich. Die GRÜNEN sehen hier großes Potenzial, die hohen Kosten für den Strom in Eigenleistung deutlich zu senken. Ein weiteres Anliegen der Feuerwehr ist die Modernisierung des Gemeinschaftsraums für die über 40 aktiven Kameradinnen und Kameraden. Dieser soll wieder ein attraktiver Ort werden, um Einsätze gemeinsam nachzubesprechen und zu verarbeiten. Es gibt verkehrliche Bedenken der Feuerwehr zum geplanten 20-Minuten-Takt der Ahrtalbahn und zum Bahnhaltepunkt Neuenahr Mitte. Länger geschlossene Bahnübergänge könnten das Ausrücken der Feuerwehr behindern. Christoph Scheuer und Birgit Stupp sagten zu, diese Hinweise an ihre Landtagsfraktion weiterzugeben.
Beeindruckend ist die moderne technischen Ausstattung insbesondere im Bereich Atemschutzwartung und -reinigung, Der Standort Bad Neuenahr beherbergt zudem die zentrale Einsatzleitzentrale der Freiwilligen Feuerwehr, die mit einem eigenen Team besetzt ist. Von hier aus werden im Jahr die knapp 400 Einsätze im gesamten Stadtgebiet koordiniert, Lagebilder erstellt und bei Bedarf Entscheidungen des Krisenstabs vorbereitet. Die GRÜNE Stadtratsfraktion bedankte sich herzlich für die offene und informative Führung sowie den engagierten Austausch und wünschte allen Kameradinnen und Kameraden, dass sie stets gesund von ihren Einsätzen in die Wache zurückkehren.
