Stadtspaziergang mit Hundehalter*innen entlang der Ahr

Hundebesitzer*innen beim offenen Austausch mit Christoph Scheuer
Christoph Scheuer | Hundebesitzer*innen beim offenen Austausch mit Christoph Scheuer

Bad Neuenahr-Ahrweiler Der Bürgermeisterkandidat für Bad Neuenahr-Ahrweiler, Christoph Scheuer, lud zu
einem Stadtspaziergang der besonderen Art ein. Gemeinsam mit Hundehalterinnen und
Hundehaltern sowie deren Vierbeinern ging es entlang der Ahr durch Bad Neuenahr.
Treffpunkt war die provisorische Kurgartenbrücke, von wo aus der Rundgang startete
und Raum für Austausch und Diskussion bot.

Zu Beginn führte Uwe Eikmeier in das Thema ein und berichtete von Erfahrungen aus
seiner früheren Heimat, in der Hundewiesen erfolgreich in touristische Konzepte
eingebunden waren. Dort handelte es sich nicht nur um einfache Grünflächen, sondern
um attraktiv gestaltete Bereiche mit Sitzgelegenheiten und barrierefreien
Wegeverbindungen, die sowohl Einheimischen als auch Gästen zugutekamen. Diese
Beispiele zeigten eindrucksvoll, welches Potenzial auch für Bad Neuenahr-Ahrweiler
besteht.
Im Mittelpunkt des Rundgangs stand die Forderung nach der Einrichtung umzäunter
Hundewiesen im Stadtgebiet. Christoph Scheuer betonte, dass hierfür bereits einfache
Maßnahmen ausreichen würden. Ein geeignetes Grundstück, eine Umzäunung sowie
ein Hinweisschild mit einer klaren und verständlichen Hausordnung seien eine
praktikable Grundlage. Aspekte wie Sauberkeit, die Bereitstellung von Hundekotbeuteln
und Sitzmöglichkeiten könnten aus seiner Sicht in Zusammenarbeit mit der Ahrtal
Marketing GmbH im Rahmen einer touristischen Nutzung umgesetzt werden.
Scheuer machte deutlich, dass ausgewiesene Freilauflächen für Hunde gerade in
städtischen Bereichen von großer Bedeutung sind. Sie tragen dazu bei, dass Hunde
weniger unkontrolliert in Waldgebieten laufen, was wiederum dem Schutz des dort
lebenden Wildes dient. Gleichzeitig ermöglichen umzäunte Flächen auch jungen,
ängstlichen oder noch nicht an das städtische Umfeld gewöhnten Hunden einen
sicheren Freilauf. Durch die Einzäunung wird verhindert, dass Tiere weglaufen und sich
selbst, andere Tiere, den Straßenverkehr oder Passantinnen und Passanten gefährden.
Darüber hinaus leisten Hundewiesen einen wichtigen Beitrag zu einer artgerechten
Hundehaltung, da sie den natürlichen Bewegungsdrang der Tiere berücksichtigen. In
speziell gestalteten Bereichen könnten Hunde beispielsweise buddeln, ohne gepflegte
Grünanlagen zu beschädigen. Auch praktische Angebote wie frei verfügbare
Hundekotbeutel und Wassermöglichkeiten in den Sommermonaten wurden als
sinnvoller Bestandteil einer solchen Fläche angesprochen.
Neben den funktionalen Vorteilen hob Scheuer auch die soziale Komponente hervor.
Eine umzäunte Hundefläche steigert die Lebensqualität für Hundehalterinnen und
Hundehalter und schafft einen Treffpunkt, der den Austausch fördert und das städtische
Miteinander stärkt. „Die Hunde laufen frei und ungefährdet von Autos; Hundebesitzer
können sich entspannt beim Gassigehen austauschen – und schließlich werden
Gehwege und Grünflächen entlastet, die derzeit informell genutzt werden“, so Christoph
Scheuer abschließend.