Grüne fordern Raumprogramm für die Einrichtung von Ganztags-Grundschulen

Die Grünen befürworten die von Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Tappe ins Gespräch gebrachte Erweiterung der Grundschule zu einer Ganztagsschule.

„Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler muss ihre Anstrengungen verstärken, den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Zweijährige ab August 2010 gewährleisten zu können.“ Das fordert die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler. Anlass ist die provisorische Unterbringung von zwei Hortgruppen in mobilen Fertighäusern, weil die Stadt auf die notwendigen Räumlichkeiten für die Kinderbetreuung nicht vorbereitet ist. Das Provisorium sei jedoch „nicht gerade billig und belegt die Planlosigkeit in der Kreisstadt“, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Weil im Stadtteil Bad Neuenahr schon seit längerem ein Engpass bei den Kindergartenplätzen besteht, müssen Kinder von dort in Einrichtungen im Stadtteil Ahrweiler gefahren werden. Optimal für alle Betroffenen sei dies allerdings nicht. Deshalb sei es dringend notwendig, weitere Plätze für Krippenkinder in Neuenahr einzurichten.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen sei die Entscheidung im vergangenen Jahr, den evangelischen Kindergarten um eine Gruppe zu verkleinern, nicht zu verstehen. „Auch damals war klar, dass die Plätze gebraucht werden“, erinnert Fraktionsmitglied Ute Reuland. Bündnis 90/Die Grünen hätten dies auch in den Gremien der Stadt zum Thema gemacht. „Für die Kinder ist zu hoffen, dass sie sich in den provisorischen Räumen gut untergebracht fühlen und dass dieser Zustand schnellstens mit dem Bau weiterer Räumlichkeiten aufgehoben wird“, so Reuland.

Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Tappe habe in diesem Zusammenhang eine Erweiterung der Grundschule Bad Neuenahr ins Spiel gebracht und für die Zukunft die Entwicklung dieser Schule zu einer Ganztagsschule in Aussicht gestellt. Dies sehen die Grünen grundsätzlich positiv. „Schon im vergangenen Jahr hatten wir anlässlich der Diskussionen um die Betreuungsangebote für Grundschulkinder ein Raumprogramm für die Einrichtung von Ganztagsgrundschulen angemahnt“, so Ute Reuland, „dies ist nach wie vor überfällig.“

Ute Reuland, für die Grünen Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Kreises Ahrweiler, sieht das Problem nicht nur auf die Kreisstadt beschränkt: „Im Rahmen der weiteren Fortschreibung des Kindertagesstättenbedarfsplanes ist der Jugendhilfeausschuss mehrheitlich dem Wunsch des Landrats und der Verwaltung gefolgt, aufgrund der angespannten Haushaltslage notfalls bestehende Hortangebote in Plätze für Unterdreijährige umzuwandeln“.

Dazu Ute Reuland: „Wir halten die Hortbetreuung in den Kitas für ein qualitativ sehr hochwertiges Angebot, was man nicht in Frage stellen sollte – jedenfalls nicht ohne zuvor gleichwertige Alternativen aufzubauen.“

Foto: AW-Wiki

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