Tag der Demokratie ein Erfolg

Am vergangenen Samstag fand in Remagen der „Tag der Demokratie“ statt. Mit einem bunten Stadtfest leisten die Remagener Widerstand gegen den jährlich stattfindenden Aufmarsch von Neonazis, die einen ‚Trauermarsch‘ zur schwarzen Madonna veranstalten. Auch dieses Jahr waren die Bemühungen rund um den „Tag der Demokratie“ ein Erfolg.

Ein buntes Programm in der Innenstadt: Vereine, Verbände, Initiativen und Institutionen beteiligen sich an der Gestaltung des Programms. An vielen Ständen wird informiert. Musik, Lesungen und Vieles mehr stellten die Kulturwerkstatt und das „Bündnis für Frieden und Demokratie“ auf die Beine. Dabei gab es Unterhaltung wie auch Nachdenkliches.
Im Vorfeld gab es rund um den „Tag der Demokratie“ verschiedene Veranstaltungen wie die Vorführung der Dokumentation „Die Arier“ von Mo Asumang am Vortag in der Friedenskirche.
Auch die Grünen hatten sich in Sinzig mit einer Veranstaltung angeschlossen und eine Dokumentation vorgeführt, die die Geschichte von Widerstandskämpfern im Dritten Reich erzählte und waren ebenfalls mit einem Stand am Marktplatz vertreten.

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Ahrweiler Grüne auf dem Marktplatz in Remagen (v.l. Klaus Puchstein, Robert Kolle, Ruth Ratter, MdL, Mathias Heeb

Der friedliche Protest zeigt Wirkung. Die Rechtsradikalen fühlen sich in Remagen offenbar nicht willkommen. Keine 100 kamen nach Polizeiberichten dieses Jahr zusammen. Das ist ein Erfolg, auf den die Remagener und alle Unterstützer im Kreis stolz sein können.

Zusätzlich kündigte sich dieses Jahr auch ein breites Bündnis an, das aus DGB, Jugendparteien und anderen Gruppierungen bestand, die sich gegen Rechts aussprechen. Das Bündnis „Remagen Nazifrei“ organisierte an der Fachhochschule eine Veranstaltung, die klar machen sollte, dass rechtes Gedankengut in einer demokratischen Gesellschaft nichts verloren hat. Mit Redebeiträgen und Musik fand ein bunter Protest statt. Auch die Grünen waren mit am Campus um sich gemeinsam mit Grüner Jugend und vielen Anderen am der friedlichen Gegendemonstration zu beteiligen. Der sogenannte „Trauermarsch“ der Rechtsradikalen wurde mit lauter Musik und Pfiffen begleitet.

IMG_1965Einige der Gegendemonstranten hielten sich jedoch nicht an die unbedingte Vereinbarung friedlich zu bleiben und warfen mit Äpfeln und Orangen. Kurz sah es so aus, als würde die Situation kippen, bevor sie sich dann aber beruhigte. „Dass sich so viele Jugendliche und junge Erwachsene gegen Rechts aussprechen und am Protest beteiligen ist toll. Dass ein paar Wenige es dann schaffen, diese Bemühungen und das positive Zeichen, das gesetzt werden sollte, zu trüben, ist bedauerlich“, so Robert Kolle, Kreisgeschäftsführer der Grünen Ahrweiler. „Manche müssen noch verstehen, dass Gewalt, gerade auch gegen Polizisten, überhaupt nichts bringt. Es war klarer Konsens, dass die Veranstaltung ein friedlicher Protest ist“, so Mathias Heeb, Sprecher der Grünen im Kreis.

Trotzdem war der „Tag der Demokratie“ ein voller Erfolg. Remagen setzt wieder ein Zeichen gegen Rechts und die Geschichtsverfremdung der Nazionalsozialisten. „Bleibt zu hoffen, dass irgendwann gar keine Nazis mehr kommen“, bemerkt Heeb zum Abschluss.

Die Grünen bedanken sich für die viele Arbeit, die im Vorfeld und am Tag selber von den vielen Vereinen und Engagierten geleistet wurde und werden sich auch im nächsten Jahr gerne wieder beteiligen.

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