Schätzchen aus dem Archiv: KEP aus den 60er Jahren

Zukunft AW – Wie soll sich der Landkreis Ahrweiler weiterentwickeln ?

1999  stieg der Landkreis Ahrweiler unter dem damaligen Landrat Joachim Weiler in eine breite Diskussion um seine zukünftige Entwicklung ein. An diesem Diskussionsprozess waren von Anfang an viele Akteure aus der Zivilgesellschaft beteiligt – vor 20 jahren durchaus noch nicht überall selbstverständlich. 2001 mündete das von einem externen Büro moderierte Verfahren in das vom Kreistag beschlossene Kreisentwicklungsprogramm (KEP) AW 21. Die Bezeichnung AW 21 lehnte sich bewußt an die in den 90er Jahren unter dem Begriff „Lokale Agenda 21“ weltweit geführten Diskussionen um nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene an.

Nach Überzeugung der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist es nun an der Zeit, das inzwischen 17 Jahre alte KEP fortzuschreiben. Und auch heute soll, so Fraktionssprecher Wolfgang Schlagwein, unter breiter Beteiligung der Kommunen, der lokalen Verbände und der Bürgerinnen und Bürger geschehen. Um in den anstehenden Haushaltsberatungen die notwendigen Mittel für 2019 bereitstellen zu können, hat die Fraktion einen entsprechenden Antrag in den Kreistag eingebracht.

Hier der Antrag im Wortlaut:

Zukunft AW – Fortschreibung des Kreisentwicklungsprogramms aus 2001 in einem breiten Beteiligungsprozess

Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Pföhler,

wir bitten Sie, den Punkt „Zukunft AW – Fortschreibung des Kreisentwicklungsprogramms aus 2001 in einem breiten Beteiligungsprozess“ auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Kreistages zu nehmen. Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen beabsichtigt, unter diesem TOP folgenden Sachantrag zu stellen:

Die Verwaltung wird beauftragt, für den Entwurf des Kreishaushalts 2019 einen Ansatz zur Fortschreibung des Kreisentwicklungsprogramms „Zukunft AW 21“ aus dem Jahr 2001 vorzubereiten und dazu Preisanfragen für eine begleitende professionelle Moderation  einzuholen. Dabei sind folgende Eckpunkte zu berücksichtigen:

 

  • Das Beteiligungsverfahren soll ergebnisoffen Institutionen, Vereine und Verbände sowie Bürgerinnen und Bürger, z.T. durch Zufallsauswahl bestimmt, einbinden; 
  • unterschiedliche Formate einsetzen (Runder Tisch, Foren, Workshops etc.); 
  • Elemente einer Online-Beteiligung enthalten; 
  • am Anfang und am Ende soll eine öffentliche Auftakt- bzw. Abschlussveranstaltung mit Beschlussempfehlungen an den Kreistag stehen.

 

In seiner März-Sitzung 2001 hat der Kreistag das Kreisentwicklungsprogramm „Zukunft AW 21“  mit einer Reihe zentraler Leitprojekte beschlossen. Nach 17 Jahren ist es nun an der Zeit, Bilanz zu ziehen und das damalige Programm angesichts der vielfältigen neuen Herausforderung unter breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft fortzuschreiben.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Schlagwein

(Fraktionssprecher)

 

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