Erneuerbare Energien sollten Vorrang haben

Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt die Demokratie

Kommentar zum Leserbrief von Werner Hoffman vom 07.05.2019 – Grüne Wahlwerbung

Die Grünen haben sich bewusst entschieden, auch bei dieser Wahl Wahlplakate zu verwenden. Wir stehen für eine lebendige Demokratie und ein starkes Europa. Derzeit gibt es viele Tendenzen zu extremen Parteien und zu den alten nationalen Lösungen. AFD, Brexit und Trump sind nur drei Stichworte in diesem Zusammenhang. Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt die Demokratie und Kommunikationsanalysen zur Wahlwerbung haben gezeigt, dass Wahlplakate zur Mobilisierung und Wahlbeteiligung positiv beitragen.
Herr Hoffmann argumentiert nun, wie schon von drei Parteien in Ihrer Pressemitteilung vorgetragen, mit dem Umweltschutz und dem Stadtbild. Um den Ressourcenverbrauch und die Umweltauswirkung zu beurteilen, ist es erforderlich, den gesamten Mix der Wahlwerbung jeder Partei zu betrachten. Plastikplakate und großformatige Hochglanz-Zeitungen gehören mit in jede Bewertung. Das ist nur fair und eine alleinige Fokussierung auf die Plakate ist hinsichtlich der Umweltauswirkung irreführend. Und die Zahl der Plakate je Partei ist wie bei jeder Veranstaltung vom Ordnungsamt genehmigt.
Das zweite Argument war das Stadtbild. Richtig, Wahlplakate sind kein Beitrag zur Verschönerung des Stadtbildes, aber das ist auch nicht ihr Ziel. Vielmehr geht es hier um die Abwägung mit einem höheren Ziel. Vier Wochen Wahlplakate in der Stadt, um dann für fünf Jahre eine sinnvolle Politik zu gestalten. Wir wollen, dass sich in Sinzig etwas ändert. Statt verbaler Betonung des Umweltgedankens im Wahlkampf, sollten konsequente Politik für erneuerbare Energien, alternative Verkehrskonzepte und Umweltschutz Vorrang haben. Wer dies in den nächsten fünf Jahren in Sinzig möchte, muss Grün wählen.

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