200 Fahrradstraßen für Sinzig

Nicht kleckern, sondern klotzen: Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Fahrradpapst Heiner Monheim

Die Förderung des Radverkehrs als elementarem Beitrag zum Gelingen der Energiewende – diesem Thema widmete sich „Radverkehrspapst“ Prof. Dr. Prof. Dr. Heiner Monheim jetzt in einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in Sinzig. Der grüne Ortsverband der Barbarossastadt hatte den Emeritus der Universität Trier und interessierte Öffentlichkeit dazu in den großen Saal des Schlosses eingeladen. „Ein Drittel unserer Energie verbraucht der Verkehr“, sagte Monheim vor vollbesetztem Saal, „und dies ist der einzige Bereich, in dem wir hier in Deutschland auf dem Weg zur Klimaneutralität keine Fortschritte machen.“ Dabei hätten E-Bikes und Pedelecs und in Ballungszentren ebenso wie in ländlichen Regionen die Möglichkeiten des Fahrrads als Verkehrsmittel deutlich verbessert und erweitert.

Fahrräder mit Elektroantrieb seien auch für mittlere Distanzen und für Fahrten in hügeligem Gelände zur Alternative geworden. Der Bund und die Mehrzahl der Kommunen aber nähmen dies nicht zur Kenntnis nehmen, rügte Monheim. Stattdessen würden sie nach wie vor einseitig das Automobil fördern – durch direkte Investitionen in den Straßenbau und auf dem Wege indirekter Subventionen für Diesel- und Geschäftsfahrzeuge.


Hardy Rehmann (l.), grüner Spitzenkandidat für den Sinziger Stadtrat, mit dem Referenten Prof. Dr. Heiner Monheim.

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